Frauen sind in Prozessen im ländlichen Raum, sei es bei der Lokalen Agenda 21
oder im Rahmen von LEADER, unterrepräsentativ vertreten. Aus fachlicher Sicht
und auf Grund der Vereinbarungen innerhalb der Europäischen Union ist es
notwendig, zu neuen Wegen und Beteiligungsformen im Sinne der Gleichwertigkeit
zu gelangen. An der Universität
für Bodenkultur, Institut für Landschaftsplanung,
wurde eine Studie mit dem Titel „Lebensqualität von Frauen und Männern
im ländlichen Raum“ erstellt. In der Studie wurde umfassend die baulich-räumliche
Situation beleuchtet und damit eine Voraussetzung für das Verhältnis der
Geschlechter aufgezeigt. Handlungsanleitungen zu den verschiedenen Bautypen
aus freiraumplanerischer
Sicht sowie im Sinne von Gender Mainstreaming runden
diesen Teil der Studie ab. Darüber hinaus wurden mit weiteren Methoden die
aktuellen Gegebenheiten aus der Sicht der Chancengleichheit erhoben und
Nachdenkimpulse
für die beteiligten Personen eingebracht.
In Kirchberg/Pielach hat die Arbeit des Instituts
die Auseinandersetzung mit der
Thematik Gender Mainstreaming in der Region gefördert. In der lokalen Entwicklungsstrategie
der LEADER-Aktionsgruppe Mostviertel Mitte wurde insbesondere
die Thematik der Chancengleichheit
berücksichtigt. Sowohl beim Erstellungsprozess
als auch innerhalb des Strategie-Papiers fand Gender Mainstreaming
entsprechende
Berücksichtigung. Die Region um Kirchberg/Pielach hat das
Potenzial, sich zur Gender Mainstreaming-Vorzeigeregion zu entwickeln.

Kontakt:
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Landentwicklung
DI Thomas Mitterstöger
Telefon: 02742/9005–15253
E-Mail:thomas.mitterstoeger@noel.gv.at