7 Lebensbereiche

Beispiel Waldviertler Grenzland

Das Waldviertler Grenzland umfasst als LEADER-Region 45 Gemeinden und damit etwa 94.000 Personen. Die Bevölkerungsdichte liegt bei durchschnittlich 42 Einwohner pro km2, im Vergleich zu NÖ mit 81 EW/km2 ist das Waldviertler Grenzland daher locker besiedelt. Das Waldviertel, insbesondere diese Region, ist von einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung betroffen. Umso bedeutender sind Maßnahmen, die helfen, das ökonomische Auslangen zu finden. Die Land- und Forstwirtschaft stellt nicht nur einen wichtigen Wirtschaftssektor dar, sie begründet auch die Existenz für andere Wirtschaftszweige des „Agrarkomplexes“ (Nahrungs- und Genussmittel, Industrierohstoffe, Biomasse, Holzbe- und -verarbeitung, spezielleDienste, Landesproduktenhandel, Landmaschinenmechaniker, …) Zu den Stärken der Region zählt eine innovationsbereite Landwirtschaft. In der Bewirtschaftung greifen zahlreiche Betriebe der Region auf das Förderungsmodell Ökopunkte für eine um- weltschonende Wirtschaftsweise zurück. Die drei Gemeinden Langschlag, Rappottenstein und Großgerungs haben sich der Idee der Ökopunkte in besonderer Weise verschrieben. Insbesondere der Reiz des Waldviertels, die Kleinteiligkeit der Landschaft, konnte über die Förderungen im Rahmen der Ökopunkte erhalten werden. Die Kulturlandschaft ist kleinteilig strukturiert mit hohem Anteil an Zwischenstrukturen (Raine, „Bichl“, Hecken). In den drei Ökopunktegemeinden nehmen 350 Betriebe mit einer Fläche von 5.480 ha teil. Die durchschnittliche Betriebsgröße ist mit 16 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche relativ klein. In der Vermarktung gibt es zahlreiche Ansätze. Insbesondere die Initiative Waldland und die Fa. Sonnentor sind zwei bedeutende Vermarktungsschienen, die auf die Produktion hochwertiger Lebensmittel im Waldviertel setzen. Waldland setzt auf eine breite Palette von Flachs als Dämmstoff bis zu Getreide, Mohn, Freilandhendln und Karpfen. Das Lieferservice ist sogar bis nach Brüssel unterwegs, um die Produkte des Waldviertels international bekannt zu machen.Sonnentor setzt wiederum hauptsächlich auf Kräuter und Gewürze und konnte sich ebenfalls einen Namen über Österreich hinaus machen. Die alljährlichen Waldviertler Kräuterfeste im August bringen 5.000 BesucherInnen in die Region. Zusammen bilden diese beiden Betriebe eine Arbeitsstätte für beinahe 200 Personen und stellen Absatzmöglichkeiten für an die 1.000 landwirtschaftliche Betriebe dar.

Kontakt:
Verein Waldviertler Grenzland
Ing. Mag. Martin Huber
Telefon: 0664/202 25 93
E-Mail: office@waldviertlergrenz-land.at