Die niederösterreichische Landwirtschaft spielt
in der Erzeugung von Nahrungsmitteln eine
sehr bedeutende Rolle. Zurückzuführen ist
diese Bedeutung hauptsächlich auf die natürlichen
Produktionsbedingungen und die Größe
des Bundeslandes. im Jahr 2006 erzeugten
die niederösterreichischen Bauern und Bäuerinnen
Nahrungsmittel mit einem Gehalt von
23.619 Mrd. Kilojoule (bzw. 5.651 Mrd. Kilokalorien).
Bei einem durchschnittlichen Prokopftagesverbrauch
von 12.807 Kilojoule
(3.061 Kilokalorien) hätte die niederösterreichische
Agrarproduktion im Jahr 2006 für die
Ernährung von 5,1 Mio. Menschen gereicht.
nicht nur bei der Menge, sondern auch in der
Qualität und der Sicherheit liegen die Nahrungsmittel aus N Ö im Spitzenfeld. laufend
wird in Qualitätsprogramme und Systeme der
Herkunftssicherung investiert, um den hohen Anforderungen der Kon sumentenInnen gerecht
zu werden.
Der überwiegende Anteil der NÖ Bäuerinnen
und Bauern (32.341 Betriebe) nimmt am Umweltprogramm
ÖPUl teil und erfüllt damit
freiwillig Umweltauflagen weit über die hohen
gesetzlichen Standards hinaus. Geschützt
werden insbesondere Boden und oberflächen und
Grundwasser. Das Programm leistet einen
wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und
zur Erhaltung und Förderung der traditionellen
Kulturlandschaft und Biodiversität. Über
ein Drittel der Betriebe in NÖ sind Bergbauernbetriebe,
die unter erschwerten
Bedingungen ihre Produkte erzeugen und
einen besonders hohen Beitrag zur Landschaftserhaltung
leisten.

Der Biolandbau hat sich in Niederösterreich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Im Jahr 2007 wurden in NÖ 107.000 ha von etwa 4.250 Betrieben biologisch bewirtschaftet. Das entspricht etwa 12 % aller niederösterreichischen Betriebe. NÖ liegt damit im europäischen Spitzenfeld. Vor allem der Anteil biologisch bewirtschafteter Ackerflächen hat sich seit dem Jahr 2002 vervielfacht, hervorzuheben sind hier die Bezirke Horn, Waidhofen an der Thaya und Mistelbach. Die österreichischen KonsumentInnen verlangen immer mehr Biolebensmittel. Im Lebensmittelhandel herrscht ein ungebrochener Bioboom. Der Gesamtumsatz ist innerhalb eines Jahres um 18 Prozent gestiegen. Die KonsumentInnen schätzen immer mehr den Wert biologisch und regional erzeugter Lebensmittel. Das Land NÖ unterstützt daher im Bio-Aktionsprogramm die weitere Ausweitung des biologischen Landbaus und die Erzeugung regionaler Produkte. Ziel ist es, den KonsumentInnen weiterhin biologische Lebensmittel aus heimischer Produktion zur Verfügung zu stellen. Mit verstärkter Beratung der Biobetriebe und besonders der „Umsteller-Betriebe“ wird die wirtschaftlich erfolgreiche Produktion gesichert. Einen wichtigen Schwerpunkt bilden unter anderem die biologische Schweinehaltung und der Gemüseanbau. Mit Mitteln aus der Ländlichen Entwicklung werden die erforderlichen Investitionen unterstützt.
Laut einer Umfrage der Europäischen Union Ende 2007 ist eine überwältigende Mehrheit der Befragten (89 %) der Ansicht, dass die Landwirtschaft und ländliche Gebiete für die Zukunft des Kontinents wichtig sind. Als wichtigste Prioritäten in der Agrarpolitik werden angemessene Lebensmittelpreise und die Anregung des Wirtschaftswachstums im ländlichen Raum gesehen.
Nicht jeder hat dieselbe Meinung über die bedeu
tung der europäischen Landwirtschaft
und der
ländlichen Gebiete für unsere Zukunft. was glauben
Sie? Ist dieses Thema für unsere Zukunft …

Laut dieser Umfrage sehen die ÖsterreicherInnen
gegenüber dem EU-Durchschitt
die Rolle der Bauern
und Bäuerinnen etwas weniger im Umweltschutz,
sondern mehr in der Versorgung der Bevölkerung
mit einer Vielfalt hochwertiger Produkte.
Kontakt:
Amt der NÖ Landesregierung
Abteilung Landwirtschaftsförderung
Tel: 02742-9005/12981
E-Mail: post.lf3@noel.gv.at